
🤲 Bedürfnisse der Kinder verstehen
Diese 5 Dinge brauchen wir alle. Nach dieser Einheit kannst du nicht nur Lernen sondern auch echtes Wohlbefinden leichter in deiner Klasse ermöglichen.

Von dieser (Maslow's) Pyramide hast du ja sicher schon mal gehört. Naja … im Psychologiestudium lernt man diese heute eigentlich nur noch als "historisch relevant".
Im folgenden Video dürfen wir dir unsere 5 (psychologischen) Grundbedürfnisse vorstellen, die sich aus Wissenschaft & Erfahrung für uns herauskristallisiert haben. Außerdem erfährst du, wie du diese direkt im Unterricht erkennen & erfüllen könntest.
Impulse aus der psychologischen Gesprächsführung:
🛟 Sicher sein → Sicherheit & Orientierung
Kinder suchen oftmals Orientierung, um sich sicher fühlen zu können.
Das kannst unterstützen durch:
klare Struktur und transparente Abläufe
gemeinsame Ziele („Was wollen wir heute verstehen?“)
klare Erwartungen und verständliche Regeln
kleine Entscheidungsräume (z.B. Aufgabenauswahl)
Beteiligung an Abläufen (z.B. Sitzkreis, Reihenfolge von Aufgaben)
ruhige Gesprächsführung statt ständiger Kontrolle
🧭 Orientierung schafft Sicherheit – und Sicherheit macht Lernen leichter.
🔗 Verbunden sein → Verbundenheit
Ruhe, Vertrauen & Lernen gelingt leichter, wenn Beziehung und Zugehörigkeit spürbar werden. Die Schule/ euer Klassenraum kann zu einem Ort von Geborgenheit und Zuverlässigkeit werden um Lernen & Entwicklung zu fördern.
Du kannst Verbundenheit stärken durch:
echtes Zuhören
Raum für pers önliche Gedanken und Erfahrungen
Akzeptanz unterschiedlicher Meinungen (zuverlässig!)
produktive Zusammenarbeit in Kleingruppen
bewusst geschaffene Momente von Gemeinschaft
ehrliches Interesse an den Schüler*innen
🫱🏼🫲🏻 Beziehung entsteht oft in kleinen alltäglichen Momenten.
🙋 Selbstbestimmung → Selbstbestimmt sein
Kinder möchten erleben, dass sie mitgestalten und Einfluss haben, vor allem ab Beginn der Pubertät ("Autonomie & Respekt") .
Du kannst deinen Schüler*innen das Gefühl von Selbstbestimmung vermitteln durch:
Wahlmöglichkeiten (z.B. Arbeitsblatt vs. Recherche)
Mitbestimmung bei Aufgaben oder Methoden
gemeinsame Zielsetzung
Gesprächsmoderation teilweise an Schüler*innen abgeben
begründen, warum etwas gelernt wird (besonders wichtig, wenn mal eine Vorgabe von dir als Lehrperson gemacht werden muss und die Schüler*innen etwas zu tun haben, dass ihnen nicht so gut bekommt)
Themen behandeln, die Schüler*innen etwas bedeuten und sie interessieren
Spiele spielen, die Schüler*innen auch wirklich Spaß machen
Selbstbestimmung bedeutet nicht grenzenlose Freiheit, sondern echte Mitgestaltung innerhalb eines sicheren Rahmens.
😎 Entspannung → Entspannt sein
Ein entspanntes Nervensystem kann besser lernen.
Das kannst du wie folgt in den Schulalltag integrieren:
kurze Spiele oder Auflockerungen
bewusste positive Momente im Unterricht
Humor und gemeinsames Lachen
kleine Pausen oder Bewegungsmomente
Themen aufgreifen, die Schüler*innen Freude machen
🧘♀️ Wohlbefinden ist keine Ablenkung vom Lernen – sondern oft die Voraussetzung dafür.
💪 Selbstwert erfahren
Kinder brauchen die Erfahrung, wichtig, wertvoll, geschätzt und angenommen zu sein.
Das kannst du fördern durch:
ehrliche Anerkennung
Interesse an Gedanken und Beiträgen zeigen
kleine Erfolge sichtbar machen
Schüler*innen Verantwortung zutrauen
gegenseitige Wertschätzung fördern
vermitteln: „Du bist wichtig – unabhängig von Leistung.“
🐁 Oft machen kleine Signale von Wertschätzung einen großen Unterschied.
Auf welchem Wege (welchen Wegen) kannst, willst & wirst du diese Bedürfnisse erfüllen?
Finde pro Bedürfnis 2 Optionen, die gut zu dir passen, dann hast du sie parat, sobald es darauf ankommt!
Bedürfnisse zu erkennen & verstehen ist alles andere als einfach. Sei deswegen nicht zu streng mit dir, sondern begib dich einfach auf die bereichernde Entdeckungsreise, diese nach und nach zu erleben, erkennen und immer besser auch erfüllen zu können. Bei dir und den Schüler*innen.