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🦸 Hero's Journey

Deine Hero‘s Journey vorzubereiten & auszuformulieren braucht ein bisschen mehr Zeit, vor allem für jede*n unterschiedlich viel – dafür gibt’s die folgende Lektion.

🦸 Hero's Journey

Be your own hero – und auch der deiner Klasse, vor allem zu Beginn eurer Selbstentwicklungsreise im kommenden Schuljahr. Warum?


Wenn wir unsere persönliche Geschichte teilen, entsteht Nähe und Vertrauen – ganz natürlich auf Augenhöhe. Durch unsere Verletzlichkeit zeigen wir Authentizität: auch wir lernen, scheitern und wachsen. So wird sichtbar, wo wir stehen – mit Erfolgen, Fragen und Prozessen. Das ermöglicht jungen Menschen, sich zu identifizieren, statt nur Theorien zu hören. Unsere Geschichten inspirieren, weil sie Zweifel, Tiefpunkte und Wendepunkte zeigen – und Mut machen, die eigene Reise zu beginnen.

Es wird auch klar, warum dir Themen wie die persĂśnliche Entwicklung, die Einstellung, Emotionen oder Gemeinschaft am Herzen liegen.

 

Kurz: Wir lehren nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herzen – und genau das bleibt.


Wie genau du das umsetzen kannst, erfährst du im Videobeitrag & der Anleitung weiter unten:





Gerade weil das ein so mächtiges Tool sein kann (und auch eines, das außerhalb des Klassenzimmers sehr bedeutend sein kann) findest du hier eine Schritt-für-Schritt Unterstützung, deine Geschichte auszuformulieren.

📝 Also leg dir was zum Schreiben parat und los geht’s:


1.   🟠 Ausgangspunkt

Alles beginnt im vertrauten „normalen“ Leben: Alltag, Routinen, Selbstbilder. Vielleicht war es bequem, vielleicht auch unzufriedenstellend, aber du warst in einer stabilen Ausgangslage.

 

• Was war lange „mein Normal“ – wie habe ich mich selbst gesehen, was habe ich über mich geglaubt?

• Was hat damals gut funktioniert – und was habe ich vielleicht übersehen oder unterdrückt?

 

2.     👉    Impuls:

Dann kam etwas, das dich innerlich in Bewegung gebracht hat. Ein (herausforderndes) Ereignis, ein Gefühl oder ein äußerer Umbruch – vielleicht auch eine Ansammlung mehrerer Dinge. Das Alte kam ins Wanken.

 

• Was hat mich zum Nachdenken & Hinterfragen gebracht oder aus dem Gleichgewicht geworfen?

• Gab es einen Moment, in dem ich gespürt habe: So kann oder will ich nicht weitermachen?

 

3.     🚧 Schwelle:

Auf dem Weg ins Neue erscheinen Widerstände: innere Zweifel, Ängste oder äußere Barrieren. Die Frage „Bin ich wirklich bereit?“ wird oft hier am lautesten. (Tipp: hier lässt sich gut Spannung aufbauen)

 

• Welche Gedanken oder Glaubenssätze haben mich zurückgehalten?

• Wer oder was in mir hat gezögert, die Schwelle zu überschreiten?• und v.a.: Was war dann der „Switch Moment“? Dieser kann auch durch bzw. nach den folgenden 2 Etappen sein – je nachdem, was deine Geschichte ist ;)

 

4.         Mentor:

Hier begegnen dir Impulse oder Menschen, die dich inspirieren. Es kann ein Satz, ein Buch oder ein echtes Vorbild sein, das dir vielleicht Wissen, sicher aber Klarheit, Orientierung oder Unterstßtzung zuteilwerden lässt.

• Wer oder was hat mir neue Erkenntnisse, eine neue Sicht auf mich oder die Situation ermöglicht?

• Welche Unterstützung hat mir Mut gemacht, weiterzugehen?

 

5.        🤝 Verbündete

Irgendjemand war oder ist an deiner Seite, aktiv oder passiv. Durch ZuhÜren, Verständnis oder schlichtes Dasein erhalten wir Rßckhalt. Oft lernen wir jemanden kennen, der sogar mit uns kooperiert.

 

• Wer war wirklich auf meiner Seite – offen, im Hintergrund oder sogar in Gedanken?

• Welche Beziehung oder Gemeinschaft hat mir geholfen, durchzuhalten?

 

6.        😮‍💨 Tal der Prüfungen

Diese Phase ist geprägt von innerer Reibung, Zweifeln, Konflikten im Innen und Außen. Der Weg ist nicht klar, alte Muster kämpfen, Unsicherheit macht sich breit. (Tipp: hier kann merkbar werden, warum Durchhaltevermögen & Wachstumsdenken so wichtig ist)

 

• Welche Konflikte habe ich erlebt – zwischen dem Alten und dem Neuen Ich oder Verhalten, … mir selbst und anderen?

• Gab es Momente, in denen ich fast aufgegeben hätte?

 

7.         Der Kampf & dein Wachstum:

Die folgenden 3 Schritte haben keine vorgegebene Reihenfolge – erzähl deine Geschichte, wie du sie erlebt hast. Achte nur darauf, dass du diese Elemente herausarbeitest, wenn sie Teil deiner Story sind.

 

🌱 Wachstum 

Durch alle Stolpersteine das bist du innerlich gewachsen. Du wurdest reifer und hast eine neue Haltung entwickelt. Laut oder leise – ganz egal!

 

• Was habe ich an mir selbst neu entdeckt oder gestärkt?

• Wie hat sich meine Haltung, mein Selbstbild oder mein Handeln verändert?

 

⛑️ Unerwartete Helfer 

Das Leben läuft nicht immer nach Plan. Unerwartete Wendungen, Begegnungen oder Erkenntnisse kÜnnen uns unterstßtzen & weiterbringen.

 

• Welche Überraschung hat mir Kraft oder Klarheit gegeben?

• Wer oder was hat mir geholfen, obwohl ich es nicht erwartet hatte?

 

🥊 Der Kampf:

Hier passiert dein Hauptkonflikt. Eine Angst, eine tiefe Unsicherheit, ein Hindernis, das dich, deinen Mut und deine Entscheidungskraft herausfordert. (Tipp: nach diesem Abschnitt sollen sich auch die SuS fragen: Wird er/sie es schaffen?)

 

• Was hat mich am stärksten herausgefordert – innerlich oder äußerlich?

• Was musste ich loslassen, überwinden oder neu entscheiden?

 

8.         💎 Dein Schatz:

Am Ende wartet keine Belohnung im klassischen Sinn, sondern eine innere Qualität, die du durch deine Reise gewonnen hast: Erkenntnis, Stärke, Selbstwirksamkeit.

 

• Was trage ich seitdem in mir, das mir vorher gefehlt hat?

• Welche Fähigkeit, Sichtweise, Erkenntnis oder Weisheit begleitet mich seitdem?

 

9.         Ende / Jetzt:

Du bist nicht „fertig“ – aber verändert. Heute kannst du zurückschauen und bewusst sagen, wo du stehst, und was weiterwirkt. Ja, du bist ein reiferer Mensch, hast gelernt, aber deine Lebensreise geht weiter.

 

• Wo stehe ich heute – was habe ich wirklich integriert?

• Was ist vielleicht noch offen – woran wachse ich gerade noch weiter?

 

10.  ✨ Überlege dir ein paar machtvolle Schlussworte.

Das kann eine Schlüsselbotschaft sein (deine Eigene, die eines Mentors/einer Mentorin, …), oder ein „Bogen spannen“ zum Beginn, oder auch eine Frage, die den Raum öffnet. Was auch immer sich für dich und deine Geschichte richtig anfühlt.

 

Spannend, oder? Wenn du deine eigene Geschichte vielleicht das erste Mal so betrachtest, wirst du merken, dass nicht nur die SchĂźler*innen was zum ZuhĂśren werden.


Anmerkung: Erzähl das, womit du dich selbst wirklich wohlfühlst – auch wenn es noch nicht ganz gelöst ist. Tiefe, noch offene Wunden brauchen einen eher einen anderen Raum. Kinder müssen nicht alles verstehen, also kannst du auf einfache Abstraktionen oder Symbole zurückgreifen, aber sie spüren durchaus, ob etwas echt ist – deshalb ist es wichtig, dass du ehrlich, aber innerlich stabil (genug) erzählst.

 

Wenn dir das noch nicht genug war, findest du hier

  1. den Link zu einem spannenden Artikel (https://karlhosang.de/wp-content/uploads/2020/01/Vorlage_-Heldenreise-Prozess-Arbeitsblatt-Coaching-Template-1.pdf )

  2. und ein pdf-File (https://karlhosang.de/wp-content/uploads/2020/01/Vorlage_-Heldenreise-Prozess-Arbeitsblatt-Coaching-Template-1.pdf ).


    Ressourcen, die dich weiter begleiten, deine & andere Hero’s Journeys zu gestalten.

Also – be your own hero: Nimm dir die Zeit, deine Geschichte zu schreiben – für dich, für deine Klasse und für all jene, die durch deine Echtheit den Mut finden, ihre eigene Reise zu beginnen.

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